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Lust auf Farben

Neuerscheinung im März 2005 bei Books on Demand
und ab sofort bei mir lieferbar:

Cover Dorfschmied
Ernst Ferdinand Winkler - ein ungewöhnlicher Dorfschmied in Sachsen -
1837-1925


Herausgegeben von Dorothea Fischer
Hardcover mit Lesebändchen,
17 x 22 cm,
300 Seiten,
66 Abbildungen,
84 Originaldokumente und -Buchseiten,
ISBN 3-8334-2098-7 € 36,90
Erscheinungstermin: März 2005

Cover Dorfschmied



Buchbesprechung aus:
'Herbergen der Christenheit’
Jahrbuch für deutsche Kirchengeschichte
Band 31 (2007)

Herausgegeben von Günther Wartenberg† und Markus Hein

Evangelische Verlagsanstalt Leipzig

Ernst Ferdinand Winkler: ein ungewöhnlicher Dorfschmied in Sachsen. 1837-1925/
hrsg. von Dorothea Fischer. 2., erw. Auflage Norderstedt: Books on Demand, 2005.
297 S. 134 Abb. und Dokumente.

Mit dem vorliegenden Band wird ein schon geschriebenes Stück Familiengeschichte „einer erweiterten Öffentlichkeit“ (S. 7) dargeboten. Wie oft, so stellt sich auch hier die Frage, ob dies die Öffentlichkeit interessiert. Ohne weiter auf die Frage einzugehen, von welcher Öffentlichkeit die Rede ist, kann die Frage uneingeschränkt mit „Ja“ beantwortet werden. Der im Mittelpunkt des Bandes stehende Mann ist nicht nur innerhalb der Familiengeschichte Rüger/ Winkler interessant, sondern darüber hinaus ein herausragendes Beispiel persönlicher Frömmigkeit des 19. Jh.s jenseits des geistlichen Standes in Sachsen, dessen Kirche gemeinhin nicht als ein Hort des Pietismus galt.

Ernst Ferdinand Winkler wurde 1837 als Sohn des Gärtners und Schmiedes in Kaufungen geboren. (Ein Jahr später zogen von dort und aus dem Nachbarort ca. 800 Menschen aus, um in Nordamerika, ihren lutherischen Glauben in ‚wahrer’ Gestalt leben können – der Geburtsvorgang für die heutige Missouri Synode.) Im Alter von 78 Jahren begann er, fußend auf Vorarbeiten, sein Leben in Reimform aufzuschreiben. Dieser Lebenslauf ist ein einziges Loblied auf die Führung Gottes in seinem und durch sein Leben. Es ist dies die Familiengeschichte aus der Sicht eines bis in das tägliche Leben und Denken hinein frommen Mannes, der sein ganzes Leben als aus der Gnade Gottes empfangen ansieht und daraus auch in wirklich schweren Stunden seine Kraft schöpft. In 878 sechs- bis zehnzeiligen Versen, die zum großen Teil im Buch abgedruckt sind, beschreibt er das Familienleben, von seiner Geburt an bis knapp zwei Jahre vor seinem Tod am 14. Februar 1925.

Zuvor wird in dem Buch aber auch noch in das Umfeld diese ungewöhnlichen Schmiedes eingeführt. Die Herausgeberin selbst berichtet über den Ort, die Familienherkunft und die Bindung der Familie an Kaufungen bzw. die Nachbarorte; Joachim Winkler, ehemaliger Schmied aus dem Nachbarort Niederfrohna und Urenkel Ernst Ferdinand Winklers, gibt einen Einblick in das Schmiedehandwerk und den Beruf des Dorfschmiedes im 19. Jh.
Neben einer großen Anzahl veranschaulichender Bilder, Dokumente und Fotografien wird ein aus dem handschriftlichen Lebenslauf in Versen gewonnener Überblick über die Lebensdaten Ernst Ferdinand Winklers geboten sowie eine Aufzählung all seiner Kinder und Enkel. Die beigegebenen Bilder und Dokumente sind kurz erläutert und erschließen so zusätzlich das Umfeld des frommen Mannes.

Wer ein Beispiel einfacher Frömmigkeit aus dem Volk sucht, das doch oft so schwer dokumentiert zu finden ist, der kann hier fündig werden. Auch wenn dieses Buch in erster Linie eine Winklersche familiengeschichtliche Veröffentlichung ist, so ist es doch auch ein deutliches Zeichen dafür, dass pietistischen Denken und Glauben auch in Sachsen tief verwurzelt war und prägen konnte. Der Herausgeberin sei Dank für die Mühe der Zusammenstellung.

Leipzig                                                                                       Markus Hein


Buchbesprechung von Dr. Friedrich Jacob

Ernst Ferdinand Winkler – Ein ungewöhnlicher Dorfschmied in Sachsen – 1837- 1925

Alle kennen Kunz von Kaufungen. Die Geschichte vom Raub der sächsischen Prinzen durch den verwegenen Ritter Kunz, der versucht durch Geiselnahme sein Recht zu erstreiten ist wenigstens in Sachsen allgemein bekannt. Nicht weit von dem Rittergut, das später anstelle der geschleiften Burg errichtet wurde, steht das Schmiedegut. Es ist die Heimat und Wirkungsstätte des Huf- und Waffenschmieds Ernst Ferdinand Winkler. Noch heute ist die Kaufunger Schmiede im Besitz seiner Nachkommen, von denen es freilich mehrere Hundert gibt mit den verschiedensten Berufen und verteilt auf die ganze Welt. Eine seiner Urenkelinnen, Dorothea Fischer, hat zunächst für die Familie wichtige Dokumente gesammelt und veröffentlicht. Nun ist ein schönes, fast dreihundertseitiges Buch daraus geworden. Es enthält nicht nur eine Biographie und ein Stück Familiengeschichte, sondern malt auch ein eindrucksvolles Bild der Lebensumstände in einem sächsischen Dorf im 19. Jahrhundert. Das wichtigste und eindrucksvollste aber ist das Zeugnis lutherisch-pietistischer Frömmigkeit, das der alte Winkler-Schmied gibt. Er hat in 878 Strophen die Geschichte seines Lebens aufgeschrieben. Er berichtet von seiner bewussten Entscheidung für ein Leben mit Jesus und seine Abkehr von der Welt der Sünde und des Vergnügens. Anschaulich werden die Kämpfe seiner Jugend geschildert. Dabei spielen für ihn neben Bibel und Gebet die Sakramente eine wichtige Rolle: Beim Empfang des Heiligen Abendmahls empfindet er Frieden und Himmelsfreude. Alle seine Kinder werden wenige Tage nach der Geburt getauft. Eindrucksvoll ist auch, wie das Leben der Familie durch die Vielzahl der Geburten und durch Krankheiten und Todesfälle eine endlose Kette von Leid und Not ist. Aber all das wird im Glauben ertragen und verarbeitet. Er betet: „Mein Gott! Der du’s zu allen Zeiten so wohl und gut mit uns gemacht, ach wend auch wieder dieses Leiden und tröst uns in der Trübsalsnacht. Ach, lass uns nur von dir nicht wanken, lass uns still und geduldig sein, dass wir dir auch im Leide danken und endlich deiner Hilf uns freun.“

Zeugnis dieser Frömmigkeit sind auch die Lieder, die der Dorfschmied verfasst und selbst als Buch herausgebracht hat. Einige von ihnen sind auch von Dorothea Fischer abgedruckt worden. Außerdem enthält das Buch erläuternde Beiträge von Familienangehörigen zum Dorf Kaufungen, zur Arbeit des Dorfschmieds, zur Frömmigkeitsgeschichte, dazu viele Bilder und Dokumente. Das interessanteste ist wohl das Testament mit seinen Nachträgen, die die Nöte der ersten Weltkriegs eindrücklich widerspiegeln. Im Anhang wird deutlich, dass der Kaufunger Schmied geradezu wie ein alttestamentlicher Patriarch mit Nachkommen gesegnet worden ist. Die Verfasserin bekennt, die genaue Zahl nicht zu wissen.
Man kann das Buch aus vielen verschiedenen Gründen lesen und empfehlen: Es ist heimatgeschichtlich interessant. Es gibt Einblick in die sozialen und kirchlichen Verhältnisse jener Zeit. Vor allem aber sind die vielen Verse des Kaufunger Schmieds ein Glaubenszeugnis, das den aufmerksamen Leser auch heute noch erreicht.

Bräunsdorf, am 30.04.2005
Dr. Friedrich Jacob, Pfarrer


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